Ich hab mich dazu auch mal schlau gemacht und von Flensburg bis Kiel alle Marinas an der Ost-Küste abtelefoniert. Keine Chance, keiner will die Wohnboote haben. Wenn man sich persönlich kennt, etc pp evtl. was anderes. Aber einfach so anscheinend nicht.
Schiffsliegeplätze
- Stammtisch
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"Gastlieger"
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Naja, Marina impliziert irgendwie auch fahrtüchtige Sportboote, die meist auch noch im Winter aus dem Wasser genommen werden. Und Wohnboot wird wohl nirgendwo in Deutschland offiziell erlaubt sein, wenn überhaupt geht ein Hausboot nur als Werkstatt, Atelier, Büro, Freizeitraum, Vereinsraum, usw. Oder doch ein Sportboot, auf dem nicht so richtig gewohnt, aber irgendwie doch öfter als selten gepennt wird.
In Hamburg gab es bis vor ein paar Jahren allerlei rumpelige Hausboote im Spreehafen, mit Liegeplätzen hochoffiziell von der HPA (Hamburg Port Authority) für 200 euro im Jahr. Die haben dann leider generös auf 1200 euro erhöht, danach waren die meisten Boote weg. Prinzipiell kann man allerdings mindestens zwei Boote nebeneinander legen und sich die Kosten teilen. So richtig Wildwuchs mit schrottigen Booten und selbstgebastelten Flößen wird mit der HPA aber eher nicht so gut gehen, und seit der Freihafenzaun weg ist, ist das Ufer auch voller picknickender Spaziergänger (vorher war's da sehr abgelegen).
Neben HPA gibt es noch von privaten Firmen Liegeplätze im Hafen, zumTeil wohl billiger, und ist dann richtig abgelegen im Industriegebiet. Keine Ahnung, ob da auch Hausboote liegen. Und dann gibt es noch allerlei Kanäle, die wohl zum Teil den ansässigen Firmen gehören - die transportieren heutzutage wohl eher auf der Strasse, und hätten freie Liegeplätze - das Problem wär dann wohl der Zugang, ohne daß ständig Bewohner oder Gäste über deren Firmengelände laufen wollen. Aber vielleicht findet sich irgendwo was, eventuell mit Kajak und Fahrrad rumgucken, und dann anfragen.
Etwas Schiß hätte ich aber schon... ob das Boot eisfest und sturmfest verankert ist, ob riesige Bergungskosten anfallen, falls es doch untergeht oder abtreibt, ob es bei Wellen ständig gegen den Kai schlägt und auf Dauer hinreichend stabil ist, ob das gut ist im Sturm und Winter drauf zu schlafen während es untergeht, ob sich ein neuer Liegeplatz finden läßt, falls der alte Platz teurer oder anderweitig genutzt wird, wie die Isolierung so klappt (einzelner Raum geht wohl klar, der Rumpf selbst wird logischerweise in eiskaltem Wasser eiskalt). Bei der HPA zumindest gab es noch die Auflage, daß der Rumpf alle paar Jahre kontrolliert werden muß, das an sich ist gar nicht so schwierig (gab da irgendsoein Ständerwerk wo man das Boot bei Hochwasser draufzieht, und bei Niedrigwasser den Rumpf angucken kann), ärgerlich wäre, bei der Kontrolle durchzufallen, keine Ahnung was dann fällig wird. Einen größeren Schiffsrumpf selber reparieren kann wahrscheinlich nicht jeder.
Wildankern geht zum Übernachten wohl auch an vielen Orten, ich würde aber denken, daß sich jemand beschwert, wenn daraus ein Dauerliegeplatz oder ein ganzes schwimmendes Dorf wird. Gastlieger im Hafen kostet pro Übernachtung, das wird auf Dauer recht teuer. Macht höchstens im Urlaub Sinn, oder um sich umzugucken und umzuhören, um was dauerhafteres zu finden.Alle Wege führen nach Rom. Jedes Fenster blickt nach Süßen. -






























